Unsere Bewerbung für den Stadtteilpreis 2020

Wir haben uns in dieser Woche für den Stadtteilpreis 2020 beworben. Unser Bewerbungsschreiben könnt ihr hier lesen:

Bewerbung für den Stadtteilpreis 2020

Liebes Mopo-Team,

wir, die Tischtennis-Abteilung des TuS Germania Schnelsen, möchten uns hiermit für den Stadtteilpreis 2020 bewerben.

Die Tischtennis-Abteilung hat in den letzten vier Jahren ein rasantes und erfolgreiches Wachstum hinter sich. Nach der glorreichen Zeit in der Herren-Bundesliga Ende der 80er gab es zwar zwischendurch immer wieder stärkere Phasen im Jugendbereich, doch nach einem längeren Niedergang hatten wir am Ende einen Jugendtrainer für drei jugendliche TT-Spieler. Die Jugendabteilung stand kurz vor dem Aus, doch wir konnten einen neuen Haupttrainer für uns gewinnen, Kamiar Laurentino (ehem. Yaragchian). Der langjährige Germane und Oberliga-Spieler hauchte dem Tischtennis bei Germania neues Leben ein. Vor allem qualitativ wurde das Training auf ein neues Niveau gehoben, zudem schaffte er Kooperationen mit den Grundschulen des Stadtteils, und so stiegen die Teilnehmerzahlen schnell in den unteren zweistelligen Bereich. Um den neu entstandenen Trainingsaufwand zu bewältigen, rekrutierte Jugendwart Kamiar einen jugendlichen Spieler (Torben Busch) und eine Regionalliga-Spielerin (Viet Thanh Tran) für das Trainerteam. Als der heutige Jugendwart Rafael Simon Fernandez (20 Jahre) und der diesjährige FSJler Aaron Hahnemann (18 Jahre) langsam Richtung Volljährigkeit gingen, wurde ihnen vom Verein die erste Trainerausbildung finanziert und bald darauf auch die Übungsleiter- und Tischtennisbreitensportlizenz.

Aus der nun gewachsenen Menge aus fünf Trainern und knapp fünfzig SpielerInnen stachen erstmals wieder große Talente heraus, wie die TuS Germania Eigengewächse Tim Gerlach (Nr. 5 der U12 Spieler Hamburgs) und unser zehnjähriger Youngster Jia Yuan Zhang (Nr. 2 der U10 in Deutschland und Nr. 1 der Hamburger U12). Somit ließ sich das erste Mal vermuten, dass Germania Schnelsen auch wieder im Leistungssport eine Rolle spielen würde, zumindest in den Jahrgängen 2007 und jünger. Nach ersten hamburgweiten Erfolgen wie mehreren Jahrgangsmeistertiteln (im Jahre 2017 in den Altersklassen: 2001, 2007, 2009) konnten wir im letzten Monat unser erfolgreichstes Turnier des letzten Jahrzehnts verbuchen, als wir in fast allen U12 Altersklassen eine Medaille gewinnen konnten (hamburgweit).

Besonders freute uns dabei die Teilnahme von insgesamt vier weiblichen Spielerinnen am Top10 Turnier Hamburgs. Die Germanin Huong Ly schaffte es sogar bei der Norddeutschen Meisterschaft eine Medaille in der U12-Klasse zu erreichen.

Somit sind wir auch bei den Mädchen einer der besten Vereine Hamburgs und verfügen sogar über drei Mannschaften für Mädchen.

Doch auch wenn wir nun knapp 100 aktive Mitglieder im Jugendbereich und insgesamt sechs Trainer haben (inklusive Spielerinnen-Papa und Landesliga-Spieler Rolf Panten) und als einer der Top 3 Vereine in Hamburgs Tischtenniswelt gelten, gibt es noch viel zu tun und wir sind noch lange nicht am Ende unserer Reise.

Da Kamiar in diesem Jahr seine Trainertätigkeit aufgrund seines Lehrerberufes an der Julius-Leber-Schule beenden musste, eröffnete sich ein Loch im Trainerteam. Dieses füllen bis zum Juli 2020 Rafael und Aaron gemeinsam, dennoch wird Aarons FSJ dann enden und es werden erneut Lücken auftauchen. Aus diesem Grund versuchen wir möglichst vielen jugendlichen SpielerInnen, die aktuell im Alter zwischen 14 und 17 sind, eine erste Trainerlizenz zu bezahlen. Zudem müssen sich unsere erfahreneren Trainer ebenfalls weiterentwickeln, da wir nur mit mehreren lizensierten Leistungstrainern auch langfristig eine Anlaufstelle für Spieler aus der Hamburger Auswahl/dem Hamburger Verbandskader sind. Um dies sicherzustellen, haben Torben und Thanh in diesem Herbst ihre Leistungssportlizenz begonnen. Und genau hier setzt unser Anschaffungswunsch an:

Wir wollen sowohl die Qualität unseres Trainings durch Weiterbildung steigern als auch neue Trainer ausbilden. Dies hilft nicht nur den Kindern, sondern auch den Übungsleitern, da das Training besser und somit motivierender und leistungssteigernder ist und durch mehr zur Verfügung stehende Trainer auch eine individuellere Arbeit mit den Jugendlichen möglich ist.

Unser erstes Anliegen ist also eine Finanzierung der gerade angelaufenen Fortbildungen unserer Trainer und der in naher Zukunft anstehenden Aus- und Fortbildungen. Dazu gehören u.a. auch die Finanzierung von Erste-Hilfe-Kursen für alle bei uns tätigen Trainer. Im regulären Jahresetat sind diese Investitionen nicht umzusetzen. Die Gesamtabteilung inklusive Herren- und Damenspielbetrieb hat einen Jahresetat von lediglich ca. 15000€ zur Verfügung..

Die bis zum Juli 2020 geplanten Fortbildungen belaufen sich auf die folgende Summe:

-drei StarTTer-Trainerlizenzen (jeweils 50€)

-zwei B-Leistungssportlizenzen (jeweils 500€)

-drei Erste-Hilfe-Grundkurse (jeweils 40€)

-25 Seminartage unseres FSJlers (ca. 750€)

-eine C-Breitensportlizenz (350 €)

Über 2000€ werden wir also im Minimalfall für die Aus- und Weiterbildung unserer Trainer ausgeben.

Dies ist natürlich kein Gehalt sondern eine notwendige Voraussetzung um weiterhin so häufiges und hochwertiges Training anbieten zu können. Es wird zudem beidseitig profitiert, da sowohl Trainer als auch Trainierte so mehr Spaß am Sport und auch mehr Erfolg im Wettkampf haben. Zudem wird den angehenden jugendlichen Trainern zwischen 14 und 17 Jahren eine sinnvolle, verantwortungsvolle Aufgabe übertragen und sie werden noch enger in die Vereinsarbeit integriert.

Neben diesen Bildungskosten gibt es auch andere ausschlaggebende Faktoren, um die Kinder an den Sport zu binden und ihnen eine Entwicklung zu ermöglichen. Dies fängt oft schon bei der einfachen Ausstattung an. Pro Woche gehen ungefähr 100 Bälle kaputt, was einem Kostenpunkt von fünfzig Euro entspricht. Zudem haben wir auch Kinder beim Training, welche sich aus finanziellen Gründen keinen eigenen Schläger oder Sportkleidung (Trikot, Trainingsanzug, Sportschuhe) kaufen können. Diesen Kindern stellen wir dann einen Schläger und oder statten sie mit Kleidung aus. Zudem kümmern wir uns um die Integration von Kindern aus verschiedenen Kulturen und Ländern. Beispielsweise rief unser Trainer Kamiar die Aktion „Tischtennis für Flüchtlinge“ ins Leben, bei der mit, vom Verein gestellten, Materialien geflüchtete Kinder an unseren geliebten Sport herangeführt werden.

Allein die Bälle werden uns bis Jahresende rund 500€ kosten, genauso wie wir noch einige Schläger bis zur Hamburger Meisterschaft Anfang Dezember stellen werden.

Wir hoffen, wir konnten Sie überzeugen, dass eine Spende bei uns gut investiert ist und wir die Mittel verantwortungsvoll und zielgerichtet verwenden. Einen guten Eindruck über unsere Abteilung, speziell die Jugendarbeit, bekommen Sie auf http://www.germania-schnelsen.de/blog. Diverse Berichte und Videos über die Arbeit bei TuS Germania Schnelsen Tischtennis gibt es bereits, und werden wöchentlich um Weitere ergänzt.

Sollten Sie noch Fragen haben oder mal in der Halle vorbeischauen wollen, stehen wir immer gerne zur Verfügung.

MfG Aaron Hahnemann, Bundesfreiwilliger bei TuS Germania Schnelsen Tischtennis

Kontakt

Geschäftsstelle: info@tusgs.de

Aaron Hahnemann: aaron.hahnemann@gmail.com

015123125913 (mobil)

0404911480 (Festnetz)

Burgwedelkamp 32

Ein Gedanke zu „Unsere Bewerbung für den Stadtteilpreis 2020

  • Ein hervorragend formulierter Antrag, der in klarer Form die Jugendarbeit im TT und die damit verbundenen Probleme darstellt. Es ist außerdem interessant, in einer kurzen Zusammenfassung das Geschehen der vergangenen Jahre auf diesem Gebiet Revue passieren zu lassen. Gratulation Aaron !!

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