Lexikon des Tischtennis

 

Abstieg:

 

Hat eine Mannschaft während der Saison nicht ausreichend Pluspunkte gesammelt,

muss sie in die nächst niedrigere Klasse absteigen.

Außer Kraft gesetzt wird diese Regelung nur bei der untersten Spielklasse.

Aus diesem Grunde greift hier das Wort des Abstiegskampfes nicht.

 

Abwehrspieler:

 

Ein Abwehrspieler ist ein mehr oder weniger fleißiger Dauerläufer, je nachdem wie hoch er spielt, der versucht, jeden vom Gegner geschlagenen Ball auf dessen Plattenseite zurückzubringen. Alte Weisheit jeder Sportart: Irgendwann wird jeder Ball schneller als die schnellsten Beine.

 

 Ausfall:

 

Als Ausfall wird derjenige Spieler bezeichnet, der nicht seine Normalform erreicht und seine Spiele verliert. Greift dieser Zustand auf die gesamte Mannschaft über, spricht man vom drohenden Abstieg.

 

Banden:

 

Mit Banden werden Tischtennis-Tische voneinander getrennt. Sie haben leider die Eigenschaft, mindestens zweimal pro Trainingsabend umzufallen. Da dieses dann gleich reihenweise geschieht, ist allgemeines Gelächter in der Halle angesagt.

 

Belag:

 

Wird als Schalldämpfer auf den Schläger geklebt, damit die Geräuschkulisse in der Halle erträglich ist und sich die Anlieger nicht beschweren.

 

Entschuldigung:

 

Gehört beim Tischtennis zum guten Ton. Wird bei jedem Netz- und/oder Kantenball gesagt.

Man vermeide bei seiner Entschuldigung ein zu breites Grinsen oder offensichtliche Schadenfreude. Man sollte aber auch nicht zu zerknirscht dreinschauen, das glaubt auch keiner.

 

Gewinnen:

 

Wurde ein Meisterschafts-Spiel gewonnen, ist in der Regel das Wochenende gerettet und man freut sich auf ein harmonisches Miteinander im Kreis der Familie.

 

Kameradschaft:

 

Kameradschaft ist, wenn die Hälfte der Mannschaft Angebote hat in höherklassigen Vereinen zu spielen und diese Angebote ablehnt. Wenn man dann noch eine Fusion ablehnt (wieder hätte man höher spielen können) , weil sonst jemand seine Karriere beenden würde, sagt man  entweder: „Die sind total bescheuert“ oder „ Das muss wahre Liebe sein“.

 

Konzept:

 

Gedankliche Vorausplanung wie man sein Gegenüber besiegen will..

Das Konzept wird meist durch verständnislose Gegner zunichte gemacht.

 

Mannschaftsführer:

 

Er muss alle seine Schützlinge trösten, ihre Launen ertragen und sich selbst immer korrekt verhalten. Er hat den Papierkram zu erledigen und sich täglich nach dem Wohlbefinden seiner Kameraden zu erkundigen. Durch diese psychologische Betreuung versucht er das Letzte aus ihnen herauszukitzeln. Er ist also Mannschaftsarzt, Mannschaftssekretär und Mannschaftspsychologe.

 

Mannschaftskamerad:

 

Ein bedauernswerter Zeitgenosse, der jede Woche, gemeinsam mit Gleichgesinnten, zu Punktspielen geschickt wird. Er muss Trost spenden, Spaß verstehen, alle möglichen Schimpfworte ungerührt anhören können, Wutausbrüche unbeschadet überstehen, Launen ertragen und manchmal auch absolut trinkfest sein.

 

Niederlage:

 

Jeder Spieler kennt das Gefühl des Verlierens. Entweder hat man schlecht gespielt, oder der Gegner war einfach nur besser. Verliert man mehrere Spiele in Reihe, fällt man in ein tiefes schwarzes Loch. Darunter leidet nicht nur der Betroffene, sondern auch die Familie, die Freunde und das allgemeine Umfeld. Da hilft nur Training und die Freude über jeden gelungenen Ball. Irgendwann ist man wieder der Alte.

 

Null:

 

Die Null ist im Tischtennis eine schreckliche Zahl. Jeder, der mal 0:11 verloren hat, hat sich gefragt, ob er diesen Sport an den Nagel hängen sollte oder ob nicht zumindest die Sportart zu wechseln wäre. Zumindest sollte man in solch kritischen Lebenssituationen einen Psychiater konsultieren. In manchen Fällen tun es auch einige Streicheleinheiten des  Mannschaftsführers.

 

Pfeife:

 

Die Pfeife ist eigentlich ein Gerät zum Rauchen. Als solche im Tischtennis bezeichnet zu werden, ist nicht gerade schmeichelhaft. Man stellt damit nämlich das sportliche Talent in Frage.

 

Ping-Pong:

 

Für fortgeschrittene Tischtennis-Spieler ein Reizwort, für Profis eine Beleidigung. Beim Ping Pong wird der Ball hin und her geschoben, frei nach dem Motto: „Nimm du den Ball, ich hatte ihn schon“.

 

Topspin:

 

Bei jungen Spielern ist dieser Schlag sehr beliebt. Hat man erst die Dreißig überschritten, braucht man diesen Schlag nicht mehr. Dann kommt das „Material“, im Extremfall die lange Noppe.

 

Trainer:

 

Der Trainer ist ein idealistischer Mensch, der Woche für Woche versucht, seinen Schützlingen etwas beizubringen. Dieses mit mehr oder weniger Erfolg. Neben seinem Wissen über Sport und Menschenführung muss er über ein extrem starkes Nervenkostüm verfügen, um die Rasselbande unter Kontrolle zu halten.

 

Trainingseinheit:

 

Der Zeitraum, in dem ein Trainer einen energiegeladenen Spieler, der vor Kampfgeist und Einsatzwillen strotzt, in ein willenloses, verbrauchtes und schlappes Häufchen Elend verwandelt.

 

Variante:

 

Ein Trainer sagt zum Spieler: „Komm, wir machen heute etwas anderes“ – das ist eine Variante.

 

Vereinsheim:

 

Für Verheiratete oft das einzige wirkliche Heim. Dort kann man sich ungestört ausstrecken, in Ruhe ein gepflegtes Getränk genießen, seine Meinung sagen und, wenn andere sie sagen, weghören. Hier kann man die Trainingsanstrengungen vergessen und Geselligkeit üben.

 

Vereinsmeisterschaft:

 

Die Vereinsmeisterschaften sind der Höhepunkt einer jeden Saison. Das Gute an dieser Veranstaltung ist: Es gewinnt immer ein Vereinsmitglied ! So können auch Spieler, die bei offenen Turnieren eher keine große Rolle spielen, ihre Urkunden- und Pokalsammlung vergrößern.

 

Zusammengetragen von anderen HP`s